Facebook, Twitter oder Myspace oder was?

20/03/2010 at 16:35

Die Grundlagen des Dialoges mit den Fans ist denkbar einfach:

Sprich mit ihnen über Dinge, die sie interessieren.

Klingt einfach, ist es auch. Aber ein wenig aufwendig. Du musst lernen, was sie wirklich interessiert. Auch muss Du Dich kurz fassen. Schliesslich muss der richtige Kanal gewählt und entsprechend der Regeln angewendet werden. Facebook? Twitter? Myspace? Eigene Website?

Was willst Du sagen? Was hast Du zu sagen?

Was Du zum Frühstück ißt, interessiert erst eine Menge Leute, wenn Du Robbie Williams heisst. Vorher geht es eher um den richtigen Mix aus persönlichen Statements und interessanten Facts. Z.B. hat John Legend während seiner letzten Tour über Twitter beschrieben, was er an seinem Hotelzimmer mag, wie die Fahrt war, wie sehr er sich über Reaktionen der Fans gefreut hat, etc.

Auch kannst Du Fragen stellen. Wie gefällt den Fans ein Song? War das Konzert gut? Wo sollst Du als nächstes spielen?

Egal, alle können relevant sein. Monolog geht gut über ein Blog. So wie hier. Ich erzähle Euch was ich denke. Ihr könnt kommentieren, aber eigentlich bestimme ich den Inhalt.

Dialog geht anders. Auf Facebook können Themen angeworfen werden und die Fans können entsprechend kommentieren oder sogar eigene Themen auf der Pinnwand anstossen. Man sollte sie also dazu auffordern.

Twitter wiederum ist zwar theoretisch auch ein Dialog-Medium, dient aber eher dazu schnell zu brüllen. Die eigentliche Diskussion findet dann auf einem Forum, auf Facebook oder anderswo statt.

Auch zu bedenken ist der Zugang. Sollen die Inhalte nur auf der Website lesbar sein? Mit Smartphones, die Websites verstehen, wie dem iPhone, ist auch mobiler Zugang kein Problem mehr. Allerdings solltest Du überlegen, ob Du das Ganze nicht schlanker gestalten möchtest und gleich eine eigene App baust.

Ich könnte meine Kurzbeiträge zum Beispiel auf einer eigenen App liefern. Nachteil: Der Nutzer muss sich daran erinnern, die App aktiv zu öffnen. Mit einem RSS-Reader würde er benachrichtigt, wenn ein neuer Beitrag vorhanden ist.

Die Lösung? Natürlich die Veröffentlichung auf mehreren Kanälen.

Ein Beispiel:

Ich habe ein Tagebuch von einer Tour oder der Entstehung des neuen Albums. Alle paar Tage schreibe ich ein paar Zeilen dazu auf meinem Blog. Immer wenn ich einen neuen Beitrag geschrieben habe, twittere ich die Überschrift an meine Follower. Auch auf Facebook schreibe ich eine Kurze Zusammenfassung mit Link auf den Blog.

Jede Woche / Monat, wie auch immer, gibt es ausserdem einen kurzen Beitrag, der mittels einer Handycam gefilmt und auf einem eigenen YouTube-Kanal eingestellt wird. Auch auf diesen verweise ich über Twitter und im Blog füge ich den Beitrag ein.

Wenn ich Geld habe, baue ich zudem eine eigene iPhone App. Diese wird dann automatisch mit den neuen Beiträgen gefüttert – sowohl mit Text als auch mit Video. Und als Schmankerl, können Nutzer Songs über die App hören und als Dowload bestellen. Hierzu ist ein Deeplink in den iTunes-Store notwendig… und … ja, hier merke ich, dass ich schon wieder zu sehr ins Detail gehe.

Fazit: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Plane, was Du generell wann sagen möchtest und wähle den Kanal entsprechend. Wenn Du nur ab und zu ein Lebenszeichen von Dir geben möchtest, reicht Twitter und /oder Facebook.

Alles ist möglich 🙂

Beispiel:

Detroit7 dokumentieren ihre Europa-Tour:

  1. Japanisches Tagebuch auf MySpace: http://blogs.myspace.com/detroit7
  2. Englisches Tagebuch auf Facebook: http://www.facebook.com/detroit7
  3. Video von jeder Show auf YouTube: http://www.youtube.com/user/detroit7ch

Habt Ihr auch gute Beispiele gefunden? Immer her damit.

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Flattr: Klein Vieh macht auch Mist Nutzen von Facebook


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